#maximaCOMEPASS – about diversity in fashion

oder – ist Mode rassistisch?

 

Diversität – Laut Wikipedia handelt es sich dabei um “ein Konzept der Soziologie, das in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft, analog zum Begriff Diversity im englischsprachigen Raum, für die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen benutzt wird. Häufig wird der Begriff Vielfalt anstelle von Diversität benutzt. Diversität von Personen – sofern auch rechtlich relevant – wird klassischerweise auf folgenden Dimensionen betrachtet: Kultur (Ethnie), Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion (Weltanschauung). Weniger ins Auge fallen eine große Zahl weiterer sozialisationsbedingter und kultureller Unterschiede wie Arbeitsstil, Wahrnehmungsmuster, Dialekt usw., die die Diversität einer Gruppe als ihre kulturelle Vielfalt weiter erhöhen und kontextabhängig ebenfalls der Aufmerksamkeit und ggf. der sozialen Anerkennung bedürfen.” – Wikipedia

Bei 7,4 Milliarden Menschen auf der Welt, sollte es an Vielfalt doch eigentlich nicht mangeln, oder?

Und trotzdem sieht man auf den Laufstegen hauptsächlich Models mit einer Körpergröße von 1,80 m, hellem Hauttyp, Sanduhrfigur und Kleidergröße 32. Dabei ist das weit von der tatsächlichen Kundschaft mit durchschnittlichen Kleidergröße 40 entfernt. Die Modebranche ist hart, wenn der Typ gerade nicht zum Look passt, dann wird eben ein anderes Model gebucht, kein Problem, denn es gibt genug und es wird schon eins dabei sein. Allerdings sucht man sich auch nicht die EINE Kundin, an der das Kleid gut aussieht. Am besten sollte es vielen Menschen stehen und passen, damit es sich gut verkauft.

 Also ist Diversity doch etwas Gutes, oder nicht?

In der Modebranche erwacht erfreulicherweise gerade ein neues Bewusstsein für die Vielfalt. Es werden immer mehr auch plus size Models gebucht. Der Fokus von dem austauschbaren Kleiderständer, hat sich zu außergewöhnlichen Models mit möglichst viel Wiedererkennungswert verschoben. Zum Beispiel Winnie Harlow. Das Model hat eine Krankheit, aufgrund der ihre Haut pigmentfreie (also weiße) Stellen aufweist. Ist sie nicht ein echter Beweis für Diversity in der Modewelt?

Und die Streetstyles?

Wenn wir schon wenig Diversität auf den Laufstegen zu sehen bekommen, dann sollte man doch meinen, dass sie auf der Straße zu finden sind. Denn gerade im Streetstyle Bereich ist Mode ein Medium, mit dem wir zeigen wer wir sind, oder wozu wir gehören. Sind wir modisch angezogen? Oder besitzen wir vielleicht sogar eine teure Handtasche? Tragen wir jeden Tag das Gleiche oder haben wir den Mut auch mal was auszuprobieren? Wir können uns wirklich gut fühlen, wenn wir wissen, wir sind gut angezogen. Genauso kann Mode aber auch bewirken, dass wir uns in unserer Haut unwohl fühlen.

Ich höre so oft: „Das Teil sieht toll aus, aber ich würde mich nie trauen, es zu tragen.“

Aber warum nicht? Nur weil die Masse es nicht trägt? Genau das ist es doch, was die Mode interessant macht. Wir leben in einer Welt, in der es (im Vergleich zu vor 100 Jahren) fast keine Tabus in der Mode gibt. Es darf alles getragen werden. Wenn auch nicht zu jedem Zeitpunkt, denn manchmal sind dresscodes einfach angebracht. Gibt es da etwas Langweiligeres als das anzuziehen, was gerade alle tragen? Ich meine damit nicht, dass man keinen Trend mehr mitmachen sollte. Nein! (Darum kommt man nicht herum) Allerdings bin ich der Auffassung, dass wir uns viel weniger auf die neuen Trends der Saison verlassen sollten und viel mehr einfach das anziehen sollten, was uns gefällt. Denn auch nur so kann man seinen eigenen, ganz persönlichen Stil finden.

Und ganz im Sinne des Themas „colours of life“: I find it incredibly amazing how at every sunset, the sky is a different shade. No cloud is ever in the same place. Each day is a new masterpiece. A new wonder. A new memory.

Um sein Leben bunt zu gestalten, darf man nicht nur in einer Farbe malen. Man muss verschiedene ausprobieren und sie vielleicht auch mal miteinander kombinieren. Also mein Aufruf an euch, get out of your (style) comfort zone und shoppe das nächste Mal ein Teil, von dem du dachtest, du würdest dich nicht trauen es anzuziehen.

Folge:

2 Kommentare

  1. 4. Dezember 2017 / 17:27

    Ich stimme Dir völlig zu. Allerdings ertappe ich mich oft selbst, dass ich bei jemand anderem ein Kleidungsstück bewundere, es selbst aber nie tragen würde. Jedoch nicht, weil ich mich nicht getraue, sonders weil ich im vorneherein weiss, an mir sieht es blöd aus – aber sonst sehe ich das genauso: Jeder soll trage, was er will und wie er will 🙂
    Genau diese Vielfältigkeit macht das Leben doch erst interessant!
    Liebste Grüsse
    Janine von https://www.vivarubia.ch/

    • juliamars
      4. Dezember 2017 / 21:15

      Danke für deinen Kommentar liebe Janine!
      Ich stimme dir zu, manchmal bewundert man Kleidungsstücke, die man selbst nicht tragen würde. Dazu muss man es allerdings auch erst einmal ausprobiert haben! 🙂
      LG

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