ÜBER UNGEDULD, SOCIALISING & FOMO

Du verbringst den Samstag Abend zu hause, obwohl dein Freundeskreis sich trifft und gemeinsam so super viel Spaß haben wird. Nur eben ohne dich. Und dann ist sie da, die Angst etwas zu verpassen und man rafft sich auf und verbringt den Abend doch außer Haus. Allerdings nicht aus dem Grund, dass man heute Lust hatte seine Freunde zu treffen, sondern aus Angst etwas zu verpassen. Einfach weil man es nicht aushält, zu sehen mit welchen Menschen man wo hätte sein können, was man vielleicht hätte erlebt haben können. Hallo, fear of missing out!

Letzte Woche gab es mal keinen Freitagspost, denn meine letzte Woche und das Wochenende war unglaublich intensiv. Auch dieses Jahr war ich wieder ein Teil der Hannover Fashion Show, die jedes Jahr die Abschlusskollektionen der Absolventen der Fahmoda Akademie für Mode und Design Hannover zeigt. Ich habe ganze drei Tage mit dem Aufbau, den Proben und der Show verbracht, habe Models angezogen, Kleidung gebügelt und Sachen von A nach B getragen.

Und auch wenn ich eigentlich mitten drin war im Fashion Leben, hatte ich trotzdem das Gefühl etwas zu verpassen. Wäre es nach mir gegangen, dann wäre ich an 10 Orten gleichzeitig gewesen. Und da schleicht sie sich ein, die fear of missing out.

Das FOMO Gefühl habe ich übrigens nicht nur wenn ich einen Samstag Abend zu Hause verbringe, weil ich von der Arbeit schlichtweg einfach zu erschöpft bin. Nein, FOMO schleicht sich überall ein. Gerade auf Events auf denen viele neue Menschen sind, habe ich das Gefühl etwas zu verpassen. Am liebsten würde ich dann 10000 neue Bekanntschaften knüpfen und viele Menschen kennenlernen. Aber nicht weil es möglichst viele sein sollen, sondern weil ich so unglaublich viele Menschen in diesem Moment sympathisch finde. Und am Ende des Tages, tja, da schleicht sich das Gefühl ein, nicht genug Kontakte geknüpft zu haben, nicht genug sociallising betrieben zu haben und vielleicht auch zu schüchtern gewesen zu sein.

Nun sitze ich hier und reflektiere mich selbst, mein Verhalten und die Welt. Vielleicht mache ich mir auch einfach viel zu viele Gedanken.

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